Chemotherapie

Was sind Chemotherapien?

Als Chemotherapie bezeichnet man die Behandlung bösartiger Krankheiten mit hochwirksamen Heilmitteln, die aus Pflanzen, Pilzen oder bestimmten chemischen Ausgangsstoffen gewonnen werden. Diese Medikamente werden auch Zytostatika genannt.

Inzwischen gibt es eine große Anzahl von unterschiedlichen Chemotherapiemedikamenten.

Einige Substanzen sind schon sehr lange erforscht und werden schon viele Jahre eingesetzt, andere Substanzen sind noch relativ neu und es existieren noch keine Langzeitbeobachtungen.

Unsere Ärzte sind immer aktuell informiert und wenden auch neue Medikamente an, um ihnen den neuesten wissenschaftlich begründeten Standard zu bieten.

Die Chemotherapiesubstanzen werden jeweils als Tablette, Kapsel, Spritze oder Infusion verabreicht und unterscheiden sich sowohl in ihrer Wirkungsweise als auch in ihren Nebenwirkungen.

Zytostatika wirken auf verschiedene Weise an den Tumorzellen. Ziel ist es, die Teilung, sprich Vermehrung der Tumorzellen zu stören und/oder zu verhindern, so dass mit der Zeit der Tumor kleiner wird, die Tumorzellen absterben und der Tumor verschwindet oder zumindest das Tumorwachstum zum Stillstand kommt. Gleichzeitig sollen bestehende Metastasen (Tochtergeschwülste) vernichtet werden und/oder die Ansiedlung solcher Tochtergeschwülste verhindert werden.

Da die Zytostatika über das Blut zum Tumor gelangen, werden nicht nur Tumorzellen angegriffen, sondern teilweise auch gesunde Zellen. Da Tumorzellen einen schnelleren Stoffwechsel haben und unkontrolliert wuchern, werden meist sie durch die eingesetzten „Zellgifte“ zerstört, aber es kann auch zu Schädigungen gesunder Zellen und damit zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen.

Einige dieser Nebenwirkungen treten relativ selten auf, andere sind bei Anwendung von bestimmten Kombinationen relativ häufig.

Über solche Nebenwirkungen werden Sie durch die Ärzte aufgeklärt. Zum Teil erhalten Sie schon vorbeugend Medikamente, um die Nebenwirkungen zu verhindern oder wenigstens zu mildern.