Ergänzende Massnahmen zur Besserung der Therapieverträglichkeit

Ergänzende Massnahmen zur Besserung der Therapieverträglichkeit

(Komplementäre Therapie)

Eine besonders sichtbare Nebenwirkung mancher  Chemotherapien ist der Haarausfall. Diese Nebenwirkung ist zwar keinesfalls bei allen Chemotherapien vorhanden, sie tritt jedoch noch häufig bei Chemotherapien im Rahmen der Brustkrebsbehandlung auf.  Hier kann eine moderne Form der Kopfhautkühlung während der Infusionen durch eine Verringerung der Kopfhautdurchblutung die Exposition der Haarfollikel gegenüber den Chemotherapeutika verringern und somit Haarausfall vermindern oder sogar komplett vermeiden.

Eine Chemotherapiebehandlung mit  Kopfhautkühlung ist an unserem Standort Robert-Koch Str. am Marienhospital Bonn möglich. Über Vor- und Nachteile werden Sie von den Ärzten vor Ort aufgeklärt. Diese Therapieform wird nicht von den Krankenkassen übernommen. Bitte fragen Sie die Schwestern und Ärzte vor Ort nach dem Angebot einer Chemotherapie unter Anwendung der „Kühlkappe“

Hochwirksame Medikamente zur Vorbeugung von Übelkeit gehören heute zu einer Chemotherapie. Diese Medikamente müssen teilweise bereits vor der Therapie verabreicht werden, nicht erst nach Auftreten von Übelkeit. Befolgen Sie diesbezüglich bitte die Empfehlungen der Schwestern und Ärzte.  

Die Misteltherapie wird seit vielen Jahren zur Unterstützung einer Krebstherapie angewandt. Ihre Wirksamkeit gegenüber der Krebserkrankung selbst ist sehr umstritten. Wir empfehlen eine Misteltherapie als Krebstherapie selbst nicht. Eine Anwendung zur Unterstützung des Wohlbefindens kann bei einigen Tumorerkrankungen durchgeführt werden. Nur die Betroffenen können hier urteilen.  Da die immunstimulierende Wirkung nicht vorhersehbar ist, raten wir von dieser Behandlung bei Lymphdrüsenkrebserkrankungen ab.  

In einigen Studien führte bei Brustkrebspatientinnen eine Behandlung mit Enzymen, wie z.B. Ananasextrakten,  (u.a. Equinovo) zu einer besseren Verträglichkeit einer Chemotherapie oder endokrinen Therapie.